Für die Bestimmung der Best Estimate Rückstellungen unter Solvency II sind in der Lebensversicherung Best Estimate Annahmen bzgl. der zukünftigen Entwicklung von Sterblichkeit/Langlebigkeit, Invalidisierung, Storno und Kosten erforderlich. Aktuelle Analysen zeigen, dass aufgrund der ökonomischen Rahmenbedingungen die Projektion der Risikoüberschüsse und übrigen Überschüsse im Rahmen der Solvenzberechnung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die entsprechenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen gelten für alle Unternehmen – auch für Unternehmen, die die Standardformel verwenden.
Am Beispiel der Mortalitätsannahmen lassen sich die Anforderungen wie folgt konkretisieren:
Die Herleitung, Dokumentation und regelmäßige Überprüfung von Mortalitätsannahmen und Sterbetafeln erfordert eine Expertise in der Sterblichkeitsmodellierung, die so bisher nicht notwendig war. Die Sterblichkeitsmodellierung ist ein Beratungsschwerpunkt des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften (ifa) und es unterstützt Versicherer bei der Erfüllung der Solvency II-Vorgaben. Dies gilt analog auch für die Annahmen bzgl. anderer biometrischer Risiken (z.B. Invalidität) sowie bzgl. VN-Verhalten (z.B. Storno) und Kostenmodellierung.
Die Zukunft der Lebenserwartung ist aktuell so unsicher wie selten zuvor. Das ifa hat im Rahmen der Herbsttagung der DAV auf diese Unsicherheit hingewiesen und vorgestellt, wie Aktuare in der Produktentwicklung und im Risikomanagement mit dieser Unsicherheit umgehen können. [mehr]
Value for Money und der Nachweis eines angemessenen Kundennutzens von Lebensversicherungsprodukten ist stark in den Fokus der BaFin gerückt. Vor diesem Hintergrund stellt die Rechnungszinserhöhung eine doppelte Chance dar. Zum einen entsteht die Möglichkeit, die Attraktivität der Produkte im Neugeschäft zu erhöhen. Zum anderen bietet sich die Chance, bestehende Schwachstellen im Produktfreigabeverfahren zu korrigieren und damit für die Zukunft nachhaltig kundenorientiert aufgestellt zu sein. [mehr]
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BaFin beschreibt Zuordnungsansatz für Vermögenswerte im Rahmen der EU-Offenlegungsverordnung [mehr]
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