Lebensversicherer bieten eine Vielzahl von Tarifen für die Altersvorsorge und der Absicherung biometrischer Risiken an. Aus strategischer Sicht sollte sich ein Versicherer dazu jedoch Folgendes fragen:
Zu diesem Thema hat Dr. Sandra Blome vom Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften (ifa) am Vorabend Herbsttagung 2012 auf Schloss Reisensburg bei Günzburg vorgetragen. Dabei hat sie die notwendigen Schritte für eine Optimierung des Produktportfolios von der Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung aufgezeigt.
Als einer der zentralen Begriffe in diesem Zusammenhang wurde die Kapitaleffizienz benannt, die das Verhältnis von Profit zu eingesetztem Kapital beschreibt. Gerade bei konventionellen Rentenversicherungen ist der Kapitalbedarf nach Solvency II sehr hoch. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um vertriebliche Anforderungen und Profitabilität in Einklang zu bringen.
Im weiteren Verlauf hat Dr. Blome beispielhaft aufgezeigt, wie Änderungen am Produktportfolio vorgenommen werden können. So kann durch geeignetes Produktdesign die Kapitaleffizienz nahezu aller Altersvorsorgeprodukte (auch konventioneller Produkte) stark erhöht werden. Statt einer pauschalen Aussage, dass manche Produktkategorien zukunftsfähig sind und andere nicht, kommt vielmehr dem konkreten Produktdesign eine große Bedeutung zu. Anhand einer konkreten Fallstudie wurde ferner erläutert, wie mit einem tiefen Produktverständnis bereits einfache Produktmodifikationen ausreichen, um eine bessere Abdeckung von Risikoklassen von Altersvorsorgeprodukten zu erreichen.
Insgesamt kann durch eine strukturelle und aktuariell fundierte Überarbeitung des Produktportfolios das Produktangebot zum einen übersichtlicher und trotzdem breiter werden und zum anderen die Kapitaleffizienz (und damit die Profitabilität) für den Lebensversicherer deutlich erhöht werden.
Die Zukunft der Lebenserwartung ist aktuell so unsicher wie selten zuvor. Das ifa hat im Rahmen der Herbsttagung der DAV auf diese Unsicherheit hingewiesen und vorgestellt, wie Aktuare in der Produktentwicklung und im Risikomanagement mit dieser Unsicherheit umgehen können. [mehr]
Value for Money und der Nachweis eines angemessenen Kundennutzens von Lebensversicherungsprodukten ist stark in den Fokus der BaFin gerückt. Vor diesem Hintergrund stellt die Rechnungszinserhöhung eine doppelte Chance dar. Zum einen entsteht die Möglichkeit, die Attraktivität der Produkte im Neugeschäft zu erhöhen. Zum anderen bietet sich die Chance, bestehende Schwachstellen im Produktfreigabeverfahren zu korrigieren und damit für die Zukunft nachhaltig kundenorientiert aufgestellt zu sein. [mehr]
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